Bierbrauereien in Bayern

Welches sind bekannte bayerische Brauereien und in welchen Gebieten Bayerns finden wir die meisten Brauereien?

In Bayern sind viele Brauereien bzw. Braustätten vorhanden. Wir finden sowohl große Traditionsfirmen als auch  kleine Familienunternehmen und kleinste Gasthausbrauereien. Im Jahr 2011 gab es in ganz Deutschland ca. 1340 betriebenene Braustätten, davon mit 642 Brauereien ganze 47% - also fast die Hälfte - allein in Bayern.

Die größte Brauereidichte in Bezug auf die Anzahl der Einwohner hat Franken. Vor allem in Oberfranken gibt es viele kleine Brauereien.

In Bayern ist Weißbier die Biersorte, die den größten Anteil am Gesamtausstoß der Brauereien hat:
36 % entfallen auf das Weizen und leichte Weizen (ohne alkoholfreies Weizen). Helles Lager hält 25 % am Ausstoß, Export und Pilsbier jeweils 11 %.

 

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Brauereien / Bier in Oberbayern mit München

Die älteste Brauerei in München ist die traditionsbewußte Augustinerbrauerei. Die Hofbräuhaus  Brauerei wurde 1589 zur Versorgung des bayerischen Hofes gegründet. Die Münchner Brauerei Franziskaner wurde 1363 erstmals erwähnt. Bekannt ist auch die Brauerei Hacker-Pschorr (gehört zur Paulaner-Gruppe). Die größte Brauerei Münchens ist die Löwenbräu (seit 1997 mit Spaten vereint).

Eine ehemalige Klosterbrauerei ist Paulaner (berühmt ist das Starkbier Salvator). Die Unionsbräu (mit Löwenbräu vereint) braut heute noch ein naturtrübes Bier. Weitere bekannte oberbayerische Brauereien sind die Erdinger Weißbräu und die Staatsbrauerei Weihenstephan.

Bekannte Orte zum Genießen von Bier sind das Hofbräuhaus am Platzl in München und der Nockherberg der Paulaner Brauerei (Starkbieranstich im Frühjahr – hier werden Politiker „derbleckt“). München ist in der ganzen Welt auch dank der Biere ein Begriff. Die Hallertau ist das weltweit größte Hopfenanbaugebiet.

 

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Brauereien / Bier in Franken

In Franken gibt es die höchste Brauereidichte Europas. Je nach Hopfen und Quellwasser hat ein Bier in den rund 300 Brauereien Frankens seinen eigenen Geschmack. In Franken gibt es viele Traditionsunternehmen und auch Gasthausbrauereien. Gasthofbrauereien stellen teilweise weniger als 1000 Hektoliter Bier her, deshalb wird das Bier oft nur in der Wirtschaft selbst ausgeschenkt. In Franken wird in Biergärten und Wirtshäusern ein „Seidla“ (halber Liter) genossen. Bekannte Bierstädte sind Bamberg und Kulmbach, die Region um diese Orte wird Bierfranken genannt.

Bekannte Brauereien in Mittelfranken sind z.B. Lederer Bräu, Tucher Bräu, Kaiserbräu und Nürnberger Altstadthof. Beliebt sind auch die Bamberger Biere; derzeit gibt es 11 Brauereien in der Stadt. Bekannt sind z.B. die Brauereien Kaiserdom, Klosterbräu und Schenkerla. In der Region um Bamberg findet man nochmals über 60 Brauereien.

Im Fränkischen Seenland hat die Stadt Spalt eine über 700jährige Biertradition. Ihr Hopfen ist weltbekannt, erste Hinweise darauf findet man bereits im Jahr 1376. 1583 wurde hier das erste Hopfensiegel der Welt eingeführt. Heute findet man in Spalt die letzte kommunale Brauerei Deutschlands (dies bedeutet, dass die Bürger Brauereibesitzer sind und der Bürgermeister Geschäftsführer der Brauerei ist). In Franken wächst der Hopfen außerdem noch im südöstlichen Altmühltal, in der nördlichen Hallertau und in der Hersbrucker Alb.

 

Brauereien / Bier in der Operpfalz, Niederbayern und Schwaben

Auch in der Opferpfalz und in Niederbayern sind viele mittelständische und kleinere Brauereien zu finden. Über 63 Brauereien gibt es in der Oberpalz. Die wohl bekannteste ist die Neumarkter Lammsbräu, die Bio-Bier anbietet - bereits seit 2005 ist das gesamte Sortiment der Brauerei auf Bio umgestellt. Der Bezirk Niederbayern hat über 70 Brauereien; eine der beliebtesten ist wohl die Weltenburger Klosterbrauerei, erstmals um 1050 erwähnt und somit eine der ältesten Klosterbrauereien der Welt.
In Schwaben sind derzeit 68 Brauereien zu finden.

 


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