Burgruine Schweppermannsburg / Pfaffenhofer Burg bei Kastl

Im Landkreis Amberg-Sulzbach (Oberpfalz) bei der Ortschaft Pfaffenhofen befindet sich die Burgruine Schweppermannsburg, auch Pfaffenhofer Burg genannt. Die Lage ist zwischen Amberg und Neumarkt an der B299 - dabei ist die Burg von der Straße aus Richtung Neumarkt gut zu erkennen.

Die Schweppermannsburg ist nicht zugänglich, aber von außen her kann die Ruine gut besichtigt werden. 

Die ca. 900 Jahre alte Burg liegt im schönen Lauterachtal in unmittelbarer Nähe zum Markt Kastl. Das Alter der Burg wird durch kirchliche Aufzeichnungen bestätigt. Die ehemalige Pfarrei Pfaffenhofen ist sicherlich älter als das Kloster Kastl, welches im Jahre 1103 gegründet wurde. Bereits zu dieser Zeit war der Ort Verwaltungssitz fürstlicher Beamten und Unteramt der fürstlichen Herrschaften von Sulzbach. Die ersten Burgherren und sulzbachischen Lehensträger waren die Pfaffenhofer aus dem 12./13. Jahrhundert.

Schweppermannsburg bei Kastl


Nach dem Aussterben der Grafen von Sulzbach fiel das Amt Sulzbach im Jahre 1305 an die bayerischen Herzöge. Das Unteramt Pfaffenhofen wurde damit eine bayerische Behörde. König Albrecht gab im Jahre 1307 den bayerischen Herzögen die Burg zu Lehen. Bedingt durch den Hausvertrag von Pavia kam die Burg 1329 an die pfälzisch-wittelsbachische Linie als Lehen. Im 14. Jahrhundert dürfte die Scheppermannsburg gleichzeitig mehrere Besitzer gehabt haben. Dies war zum einen der Ritter Ruger Schmid und der Ritter Marquard Schmid samt dem bekannten Feldhauptmann Seyfried Schweppermann. Letzterem wurden die Besitzrechte anläßlich der Schlacht bei Mühldorf und Ampfing von König Ludwig dem Bayer verliehen. Im 15. und 16. Jahrhundert ist von vielen Gerichtsurteilen am Amtsitz Pfaffenhofen zu lesen, die Richter hier gefällt haben. Es ist anzunehmen, dass zu dieser Zeit ein sehr reges Leben geherrscht hat.

Die schrecklichsten Jahre für das Amt Pfaffenhofen brachen mit dem 30-jährigem Krieg herein. Alle Häuser wurden im Jahre 1635 nach den schwedischen Überfällen niedergebrannt. Viele Bewohner starben oder flüchteten. Erst ab dem Jahre 1644 siedelten sich wieder Bauern an und begannen den zerstörten Ort wieder aufzubauen. Seine frühere Bedeutung als Edelsitz konnte Pfaffenhofen nach dem Schwedeneinfall nicht mehr erreichen. 1825 verlor Pfaffenhofen seinen Behördensitz, da das Landgericht mitsamt dem Rentenamt in die leeren Klostergebäude nach Kastl verlegt wurde. Seit diesem Zeitpunkt verlor die Burg an Bedeutung und verwahrloste. Der schöne Bergfried wurde im Jahre 1776 auf seine heutige Höhe abgetragen. Im Jahre 1842 mussten wegen Einsturzgefahr größere Teile der Burg abgetragen werden, nachdem bereits im Jahre 1838 ein Teil der Burgmauern eingestürzt war. Die damals stolze und bedeutende Burg wird heute auf Staatskosten baulich erhalten.

Quelle: Chronik des Marktes Kastl

Alle fünf Jahre wird die Geschichte der Burg wieder lebendig wenn die traditionellen Schweppermannspiele im Juli aufgeführt werden. Außerdem findet man auch ein mittelalterliches Lagerleben.

 

Weitere Infos

www.schweppermannspiele.de

 

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